Nicklas Walter absolvierte in der Zeit vom 22.09.2025 bis zum 31.01.2026 ein Praktikum bei uns im blfa thomas niessen. Seinen Artikel dazu könnt ihr im Folgenden lesen:
,,Im Zuge meines studienintegrierten Praktikums an der Hochschule Neubrandenburg im Landschaftsarchitekturbüro Thomas Niessen BDLA hatte ich in der vergangenen Woche die Gelegenheit, das Forschungsprojekts „Wild auf Wanderschaft“ im Rahmen einer hochschulöffentlichen Veranstaltung meinen Kommilitonen des Studiengangs Naturschutz und Landnutzungsplanung vorzustellen. Ziel der Präsentation war es, zentrale Inhalte des Projekts aus der Perspektive eines mitarbeitenden Studierenden aufzubereiten und einen aktuellen Einblick in den wissenschaftlichen Arbeitsstand zu geben.
Ein Schwerpunkt meines Vortrags lag auf der Darstellung der methodischen Vorgehensweise, die das Projekt kennzeichnet. Anhand von Telemetriedaten, Fragebogenerhebungen und Unfallstatistiken erläuterte ich, wie sich aus unterschiedlichen Datenquellen ein umfassendes Bild der Raumnutzung und Bewegungsmuster des Rotwildes auf der Insel Rügen ableiten lässt. Diese interdisziplinäre Datengrundlage verdeutlicht die Komplexität wildökologischer Forschung in einer intensiv genutzten Kulturlandschaft.
Darüber hinaus stellte ich die regionale Relevanz der bisherigen Analysen heraus. Die Identifikation potenzieller Wanderkorridore und Tageseinstände liefert wichtige Hinweise für ein zukunftsorientiertes Wildtiermanagement. Die Ergebnisse können dazu beitragen, Wildunfälle zu reduzieren, Konfliktbereiche frühzeitig zu erkennen und die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Land‑ und Forstwirtschaft sowie touristischen Akteuren zu stärken.
Ein weiterer Bestandteil der Veranstaltung war die Frage, welchen Mehrwert das Projekt für Studierende bietet. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ermöglicht das Projekt einen realitätsnahen Einblick in wissenschaftliche Arbeitsprozesse – von der Planung über die Datenerhebung bis hin zur Analyse und Interpretation. Im Rahmen meines Praktikums lag mein Schwerpunkt auf der Auswertung und Aufbereitung verschiedener Datensätze, wodurch ich meine methodischen Kompetenzen gezielt erweitern und mein fachliches Interesse an der Wildtierökologie vertiefen konnte. Mit meiner Präsentation verfolgte ich das Ziel, den aktuellen Stand des Projekts transparent darzustellen und zugleich aufzuzeigen, welchen Beitrag Studierende im Rahmen solcher Forschungsarbeiten leisten können. Die Veranstaltung bot damit nicht nur einen Einblick in die laufende wissenschaftliche Arbeit, sondern auch in die Bedeutung praxisorientierter Ausbildung im Bereich Natur‑ und Landschaftsplanung.“