Auf Einladung des Rotary Clubs „Greifswald-Caspar David Friedrich“, wurden am 06. Januar 2026 erste Zwischenergebnisse des durch das Büro blfa thomas niessen initiierten und geförderten Wildtierforschungsvorhaben „Lebensraumpotenzialanalyse“ des Rotwildes auf Rügen und Hiddensee vorgestellt.
In dessen Präsentation wurde die Möglichkeit durch den Inhaber des Büro blfa ergriffen, auf den diesjährigen Kalender „Natur muss gefühlt werden“ aufmerksam zu machen, dessen Einnahmen kommende studentische Forschungen und Arbeiten für Vorpommern finanziert und erst ermöglichen.

Zur naturräumlichen Ermittlung und Bestimmung der einzelnen Habitatstrukturen und Landnutzungdungen und deren Bedeutung als potentieller Lebensraum für Rotwild wurde durch das Büro blfa ein Algorithmus entworfen und geschrieben, der das Potenzial des Landschafts-raumes bezogen auf ein Betrachtungsraster von 100 × 100 m hinsichtlich der Bedeutung als Lebensraum für Rotwild betrachtet und von 0,00 (kein Lebensraumpotential) bis 0,99 (höchst mögliches Lebensraumpotential) bewertet.
Als Grundlage für die Betrachtung, Beurteilung und Bewertung, werden die Habitat- und Landnutzungsstrukturen und deren beeinflussende biotische und abiotischen Faktoren in Verschnitt der Daten aus dem laufenden Forschungsvorhaben des Jagdverband, Rügen und Hiddensee e.V. zum Raum-/Zeitverhalten des Rotwildes auf Grundlage von mit GPS-Sendern versehenden Rotwild mit verwendet.
Am 25. April 2026 erfolgt zusammen mit dem Jagdverband Rügen und Hiddensee, Hochschulen, Wildbiologen und Instituten eine erste öffentliche Präsentation der Ergebnisse. Im Zuge der Präsentation werden auch Ausblicke und Empfehlungen zum Rotwild auf den Insel Rügen und Hiddensee getroffen.
Der entwickelte Algorithmus ermöglicht es, vielschichtige Betrachtungen und Bewertungen von Lebensräumen im Hinblick auf deren Bedeutung für einzelne Tier und Pflanzenarten, ganzer (Teil-) Populationen, Wander- und Ausbreitungskorridore aber auch Konfliktanalysen zum Themenkomplex Weidetierhaltung – Wolf, sowie der Tierseuchen Prävention zu modellieren.
Dessen Ergebnisse schaffen eine belastbare Grundlage um wissensbasierte Strategien zum Beispiel für Lebensraumvernetzung, Bewertung des Potentials eines Landschaftsraumes für eine einzelne Art oder Artengemeinschaften aber auch zur Prävention bzw. Eindämmung von Tierseuchen und Konflikten darzustellen.