4.751 Verkehrsunfälle mit Wildtieren auf den Inseln Rügen und Hiddensee aus den Jahren 2015 bis Oktober 2025 wurden um das Team um A. Friedrich und N. Walter des Büros blfa thomas niessen für den Jagdverband Rügen und Hiddensee im Zuge des Projektes „Wild auf Wanderschaft“ ausgewertet, statistisch betrachtet und analysiert.
Die ausgewerteten Umfallberichte beziehen sich auf Ergebnisberichte der Landespolizei MV, der regionalen Jägerschaft, der Fischerei, der Hegegemeinschaft Rot-, Dam- und Muffelwild – Bereich Nord und der Rügener Kleinbahn (die der Deutschen Bahn bzw. der Bundespolizei stehen noch aus).
Die auf Algorithmen basierende Auswertung und Beurteilung jedes einzelnen Unfallberichtes hat es erstmalig für Rügen und Hiddensee ermöglicht ein umfassendes und faktenbasierte Gesamtbild zu Wildunfallschwerpunkte und den denn Wildunfall beeinflussende Faktoren wie Wildart, Wander- und Ausbreitungskorridore von Wildtieren, Unfallzeitpunkt, DTV-Zahl, Straßenkategorie, natürliche Lichtverhältnisse, Jahreszeit, Witterung, Corona, dem Unfallpunkt umgebende landschaftsgebundene Nutzungen, Wildart, Lebensraumzerschneidung u.a. treffen können.
Die nachfolgende Darstellung, stellt die Wildschwerpunktbereiche bezogen auf die Häufigkeit an Wildunfällen da. Eine statische Betrachtung und Bewertung des einzelnen Punktes sowie eine Modellierung der Unfallursache erfolgt in den kommenden Wochen, um in dessen Ergebnis Möglichkeit aufzuzeigen um Wildunfälle zu minimieren.

Die Ergebnisse der Auswertung wird der Jagdverband Rügen und Hiddensee nutzen um sich mit Straßenverkehrsbehörden, Ordnungsämtern, Versicherungen u.a. fachlich fundiert auseinander zusetzen, um Lösungen herauszuarbeiten und umzusetzen die Tierleid verringern, die Migration der Wildtiere erhalten und dies ohne den Verkehrsflusseinzuschränken.
Aus Sicht des Jagdverbandes Rügens und Hiddensees wäre dies unteranderen mittels einer KI-basierten intelligenten Sensorik vernetzten Verkehrsbeeinflussung auf Grundlage der Auswertungsdaten der analysierten Wildunfallberichte möglich und sollte als Pilotprojekt umgesetzt werden, ohne dass in dessen Ergebnis der Studie, Zäunungen ohne gleichzeitige Errichtung von Wildbrücken als einzige Option betrachtet werden, da Zäune eine weitere Fragmentierung, der schon zerschnittener Lebensräume bedeuten würde.